Wildtiere verbinden uns
Lebensräume erfassen. Wild verstehen. Vorausschauend gestalten.
Titel der Studie
Wildtiere verbinden uns mit der Natur- Theorie zu Kinder-Natur-Verbindung
Quelle
Schilhab, Theresa S. S. & Esbensen, Gertrud L. (2025): Wild animals connect us with nature: about awe, eco‑pedagogy, and children’s nature connectedness.
Frontiers in Psychology (Volume 16, 2025): Artikel Nr. 1523831. (Open Access, CC BY)
Kurzinfo
Dieser theoretische Beitrag entwickelt ein Rahmenmodell, wie Begegnungen mit lokalen Wildtieren (z. B. Amphibien, Insekten, Vögel, kleine Säuger) bei Kindern das Gefühl der Naturverbundenheit („connectedness“) fördern könnten – durch Neugier, Vielfaltserleben und Einsicht in Umweltabhängigkeit.
Zitat aus der Studie:
“ Beobachtungen lokaler Wildtiere in ihrer natürlichen Umgebung stimulieren Neugier, zeigen Naturvielfalt und machen spürbar, wie wir vom konkreten Lebensraum abhängig sind.“ (Schilhab et al., 2025)
Zentrale Erkenntnisse
Direkte Wildtierbeobachtungen vermitteln Gefühle von Ehrfurcht („awe“) und Zugehörigkeit zur Natur.
Solche Erlebnisse unterstützen emotionale Bindung – ein zentraler Faktor für nachhaltiges Verhalten.
Erwachsene (Pädagogen, Eltern, Naturführer) spielen dabei eine entscheidende moderierende Rolle.
Implikationen für die Praxis
Naturprogramme – z. B. Junior-Ranger, Exkursionen oder Bürger-Naturschutzaktionen – sollten gezielt Wildtiere einbeziehen. Erwachsene sollten die Beobachtungen begleiten, reflektieren und Emotionen katalysieren, um nachhaltiges Naturverständnis zu fördern.
Impulse
Welche heimischen Wildarten fördern besonders stark Naturverbundenheit bei Kindern?
Wie können Erwachsene pädagogisch wirksam Beobachtungen begleiten und reflektieren?
Inwiefern kann Naturverbundenheit zur langfristigen gesellschaftlichen Akzeptanz von Naturschutzprojekten beitragen?




