Wildtierschäden an Waldbeständen im Kontext des Klimawandels.

Wechselwirkungen erkennen. Dynamiken verstehen. Zukunft mitdenken.

Titel der Studie

Wildtierschäden an Waldbeständen im Kontext des Klimawandels – ein Überblick über den aktuellen Wissensstand in der Tschechischen Republik

Quelle

Pavel Brabec, Jan Cukor et al., 2024, ResearchGate, Open Access

Zur Studie

Kurzinfo

Diese Übersichtsarbeit fasst zusammen, wie Klimawandel die Schäden durch Wild – z.B durch Verbiss, Rindenabnutzung oder Wurzelstockbearbeitung, in Waldverjüngung und Baumvitalität verstärkt. Sie untersucht die Wechselwirkungen zwischen Klimafaktoren, wie Dürre und Temperatur, und dem Verhalten von Paarhufern in mitteleuropäischen Wäldern – am Beispiel der Tschechischen Republik mit Übertragbarkeit für Mitteleuropa.

Zitat aus der Studie:
„Wildtierschäden an Wäldern sind in den letzten Jahren zu einem immer ernsteren Problem geworden,  und ihr Ausmaß wird durch den fortschreitenden Klimawandel weiter verschärft.(Jan T. et al., 2024)

Zentrale Erkenntnisse

Klimawandel verändert das Verhalten von Wildtieren und verschärft deren Einfluss auf junge Waldbestände.

Trockenheit und Nahrungsverknappung führen zu verstärktem Verbiss und Rindenschäden.

Die Kombination aus gestressten Bäumen und hoher Wilddichte, gefährdet die natürliche Verjüngung.

Waldumbau gelingt nur, wenn Wildmanagement und Klimaanpassung zusammengebracht werden.

Implikationen für die Praxis

Dialog ist ein strategisches Werkzeug für tragfähige Entscheidungen.

Zuhören, erklären, gemeinsam Bilder schaffen – diese Kompetenten sind genauso wichtig, wie wildbiologisches Fachwissen.

Partizipation Prozesse brauchen Zeit und Struktur- aber sie zahlen sich aus, vor allem in konfliktbelasteten Räumen.

Impulse

Wie können wir Verantwortung für Wald und Wild übernehmen, ohne einfache Schuldzuweisungen?

Wo liegt die Grenze zwischen notwendiger Steuerung und respektvoller Koexistenz mit Wildtieren?

Wie lassen sich Wilddichte, Baumartenwahl und Standortfaktoren aufeinander abstimmen, dass klimaresiliente Waldentwicklung möglich bleibt?