Jugend-Wald-Studie 2023.

Lebensräume erfassen. Wild verstehen. Vorausschauend gestalten.

Titel der Studie

Jugend-Wald-Studie 2023

Quelle

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. im Auftrag des BMEL im Rahmen der Bundeswaldstrategie 2050, Studie durchgeführt von SDW/Mentor – Fachhochschule Eberswalde, Juli 2023

Zur Studie

Kurzinfo

Untersucht wurden Einstellungen junger Erwachsener (16-26 Jahre) in Deutschland zu Wald, Naturschutz und Jagd. Erfragt wurden Wahrnehmungen zum Zustand des Waldes, die Einstellung zu Waldbewirtschaftung und Jagd sowie Engagementformen.

Zitat aus der Studie:
„Wer sich mit dem Wald verbunden fühlt, ist eher bereit, sich für seinen Erhalt einzusetzen, sei esdurch politisches Engagement, bei der Berufswahl oder eigenes Handeln.“ 

Zentrale Erkenntnisse

Jugendliche stehen Waldbewirtschaftung, Naturschutz und Jagd überwiegend positiv gegenüber. 
Es besteht ein hohes Interesse an Engagement im Wald – einschließlich Informationsangeboten, Beteiligungs- oder Praktikumsformaten. 
Jugendliche schätzen Waldpflege und Wildtiermanagement – beides wird als wichtig für den Zustand und die Zukunft des Waldes angesehen. 

Implikationen für die Praxis

Bildungsangebote in Wäldern wie Exkursionen oder Jugendcamps schaffen starke Bindungen zwischen jungen Menschen und der Jagd im Kontext lebensraumorientierter Waldpflege.
Kombinierte Formate aus Umweltbildung, Naturschutzprojekten und Verantwortungsübernahme (z. B. Schildwildpflege, Infostände) sind besonders geeignet, Akzeptanz zu stärken.
Partizipative Elemente wie Jugendbeiräte oder praktische Projekte (z. B. Wildtierzählung) bieten langfristige Anknüpfungspunkte für Engagement.

Impulse

Wie können wir zielgerichtete Wald-Erlebnisformate gestalten, die Jagdthemen integrieren, sowie Naturverbindung und Verantwortung stärken?

Wie lässt sich das Idealbild vom „Naturwald“ in den realen Dialog mit Waldbewirtschaftung, Jagd und Lebensraumschutz bringen?

Welche Partizipationsformate (Workshops, Beiräte, Freiwilligendienste) fördern nachhaltige Auseinandersetzung junger Erwachsener mit Jagd- und Naturschutzfragen?