Entfremdung von der
Lebensräume erfassen. Wild verstehen. Vorausschauend gestalten.
Titel der Studie
Quelle
Jančaříková, K., Kroufek, R., Modrý, M. & Vojíř, K. (2020): Alienation from Nature and Its Impact on Primary and Pre‑Primary Education. Pedagogika, 70(4), 509–532.
Kurzinfo
Eine systematische Übersichtsarbeit, die 21 Artikel aus internationalen Datenbanken analysierte. Sie zeigt: Schon Erwachsene (Lehrpersonen & Eltern) sind häufig entfremdet von der Natur. Kinder entwickeln immer weniger Verbundenheit – verbunden mit Angst oder Ekel vor Tieren.
Zitat aus der Studie:
Zentrale Erkenntnisse
Entfremdung ist ein unscharf definierter, aber viel diskutierter Begriff.
Eltern und Lehrkräfte sind oft ebenfalls naturentfremdet.
Gute Beispiele aus der Waldpädagogik zeigen Wege, wie man Kindern Naturzugang ermöglichen kann.
Kinder zeigen zunehmend Angst/Abscheu gegenüber Tieren – ein Zeichen für mangelnde Naturverbundenheit.
Ein gewisses Maß an natürlicher Scheu ist evolutionär sinnvoll, aber fehlende Erfahrungen blockieren Respekt und Verständnis.
Implikationen für die Praxis
Frühzeitige Natur-Erfahrungsräume (Waldkindergarten, Waldtage, Exkursionen) stärken „nature connectedness“, fördern Respekt und Lernbereitschaft – und wirken langfristig auch in Bezug auf Umweltverantwortung.
Integration von Waldpädagogik als Baustein im Bildungsangebot
Kooperation mit Schulen, Kindergärten und Naturpädagog:innen
Förderung praktischer Naturerfahrungen als Jugendprogramm
Impulse
Wie kann jagdliche Umweltbildung gezielt mit waldpädagogischen Formaten verknüpft werden, um Naturverbindung nachhaltig zu fördern?
Was brauchen Kinder heute, um sich nicht als Beobachter, sondern als Teil der Natur zu erleben – und welche Rolle spielen Jäger:innen dabei?
Wie können wir bei der Jagdausbildung stärker mit Schulen und Naturpädagog:innen kooperieren, um Entfremdung schon früh entgegenzuwirken?




